Saskia Wendt, Matthias Kurandt , Karin Hillringhaus, Andrea Nakoinz
Ernährungsumschau 7/2025
Lebensmittelempfehlungen
Zusammenfassend können sowohl für die Patientenschaft als auch für Mitarbeitende folgende Maßnahmen empfohlen werden, um heiße Tage gut zu überstehen:
Mindestens fünf Handvoll frisches Obst 🍇 🍑🍌 und Gemüse verzehren. Vielerlei Obst und Gemüse wie 🥒 , Sellerie, Tomaten, 🍅 Zucchini , Salate 🥗 Melonen, 🍉 oder Erdbeeren 🍓 bestehen zu mehr als 90 % aus Wasser, enthalten eine moderate Menge an Ballaststoffen und verschiedene Mikronährstoffe. Sie sind vielfältig in Salaten, kalten Speisen, als Rohkost oder Smoothies einsetzbar. Stark verarbeitete Lebensmittel enthalten hingegen oft wenig Wasser, dafür viel Zucker und versteckte Fette.
Regelmäßig und abwechslungsreich trinken
Getrunken werden sollte was schmeckt. Idealerweise energiearm und alkoholfrei. Obst, Fruchtsäfte oder Teemischungen können Wasser geschmacklich aufwerten und zum vermehrten Trinken anregen. Auch Brühen können als herzhafte Alternative angeboten werden. Trinkprotokolle und die Beachtung der Harnfarbe unterstützen dabei, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sicherzustellen.
Ein besonderes Augenmerk auf die Speisehygiene legen
Hohe Umgebungstemperaturen erhöhen das Risiko für Lebensmittelinfektionen. Leicht verderbliche Lebensmittel sollten bis zum Verzehr gekühlt bzw. vor dem Verzehr ausreichend erhitzt werden. Mitgebrachte Speisen sollten bis zum Verzehr in Kühlschränken geschlossen aufbewahrt und nach längeren Standzeiten verworfen werden. Auch Kühltaschen mit einem Kühlakku eignen sich im In- und Außendienst, um mitgebrachte Speisen bis zum Verzehr frisch zu halten.
Zusätzliche Maßnahmen können unterstützen
Isotonische Getränke können eine optimale Resorption der Flüssigkeit unterstützen und große Schweissverluste effektiv ausgleichen. Bei hohem Schweissverlust darf etwas salzreicher gegessen werden. Hierzu können salzige Snacks im Selbstbedienungsbereich auf Station platziert werden.
Eine steigende Zahl an Hitzetagen – und perioden stellt in Deutschland durch den Klimawandel bedingtes Gesundheitsrisiko dar. Unsere Ernährung trägt zur weiteren Zunahme der Erderwärmung bei. Besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen oder Menschen mit akuten oder chronischen Erkrankungen sind bedroht und stellen eine große Aufgabe für Gesundheitseinrichtungen dar.
Nicht zuletzt durch ein angepasstes Verpflegungsangebot können Einrichtungen Maßnahmen der Anpassung ergreifen und die dort zu betreuenden Menschen schützen. Essentiell ist hierbei die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr über wasserreiche Speisen und ein großes Angebot verschiedener Getränke Zwar werden kühle Speisen und Getränke oftmals bevorzugt, entscheidend ist jedoch die individuelle Akzeptanz der Tischgäste. Zusätzlich sollten die Medikationspläne proaktiv überprüft und angepasst werden. Eine überwiegend pflanzliche Speiseversorgung trägt neben gesundheitlichen und wirtschaftlichen Vorteilen auch zur Reduktion von Treibhausgasemissionen durch die Gemeinschaftsverpflegung und damit zur Eindämmung des Klimawandels bei.

Quellen:
Saskia Wendt, M.Sc.
Matthias Kurandt, M. Sc
Karin Hillringshaus
Dr. med. Andrea Nakoinz
KLUG- Deutsche Allianz Klimawandel und Gesellschaft e.V. Cubrystrasse 1, 10997 Berlin
saskia.wendt@klimawandel-gesundheit.de
Charité Universitätsmedizin Berlin
CC1 – Human – und Gesundheitswissenschaften, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Literatur : Potsdam- Institut für Klimaforschung (PIK) e.V : Klima und Wetter bei 3 Grad mehr , www.pik-potsdam.de/~stefan/Publications/Klima%20und%20Wetter%20bei%203%20Grad%20mehr.pdf (last accessed on 18 March 2025)
